Universum hat keinen Rand…

Zumindest hat das Universum vermutlich keinen Rand, wenn man sich im Rahmen der Klassischen Mechanik oder der Kontinuumsmechanik bewegt. Wir unterliegen in unserer Wahrnehmung ja ohnehin einigen Einschränkungen – und es geht hier um die Welt, die wir uns vorstellen, wenn wir Modelle der Klassischen Mechanik oder der Kontinuumsmechanik verwenden.

Kräfte oder mechanische Spannungen oder Drücke wirken immer nur zwischen zwei Strukturen oder im Innern von Strukturen. Es gibt keine Einzelkräfte. Und es gibt auch keine Spannungen oder Drücke, die „einseitig“ wirken. Sondern es gibt nur Kontaktkräfte, Schnittkräfte oder Kräfte zwischen zwei Strukturen. Wo eine Kraft wirkt, dort gibt es auch (irgendwo) die passende Gegenkraft gemäß Actio = Reactio. Und bei Schnittkräften in Festkörpern sind diese Gegenkräfte immer an derselben Stelle wie die Kräfte, deren Gegenkräfte sie sind.

D.h. wenn das Universum einen Rand hat – dann vermutlich nur dort, wo es keinerlei Kräfte oder Ähnliches gibt. Und so etwas kann ich mir nicht vorstellen. Ich kann mir das sowieso alles nicht vorstellen. Aber: Freischneiden macht es aber möglich, Einzelkräfte zu sehen, die es in „Wirklichkeit“ gar nicht gibt. Und darum ist Freischneiden auch so toll!